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Umgang mit Demenz

«Demenz» ist für alle Beteiligten eine schwierige Aufgabe. Die psychischen und physischen Auswirkungen auf die Angehörigen darf nicht unterschätzt werden. Häufig werden die eigenen Emotionen und Bedürfnisse zurückgestellt, um für das erkrankte Familienmitglied da zu sein. Denn trotz aller emotionalen und körperlichen Belastung, pflegen viele Angehörige bis zur eigenen Erschöpfung. 

Wir schaffen Ihnen Entlastung für eine verdiente Durchschnaufpause.


Vielen fällt es schwer, Hilfe einzufordern oder anzunehmen. Der Pflege- und Betreuungsalltag von Angehörigen ist also in der Regel durch eine hohe seelische und körperliche Beanspruchung geprägt und doch geht es nur um das eine: Lebensqualität zu schenken – für kranke Menschen, aber nicht umso weniger für betreuende Angehörige.


Wichtige Informationen im Umgang mit Demenz:

Alternativen zur ambulanten Pflege zu Hause und temporäre Entlastungsangebote

Nehmen Sie sich Zeit für ihr persönliches Privatleben – Sie haben ein Leben neben der Demenz. Nur wer die eigenen Ressourcen schont, kann sich länger um Betroffenen kümmern.

Wie gehe ich mit den Verhaltens- und Wesensveränderungen um?

  • Diese Wesensveränderung verändern auch jede Beziehung, sei es in der Partnerschaft, Familie oder im Freundeskreis.

Am Anfang vieler Partnerschaften steht das gegenseitige Versprechen «Ich werde dich pflegen und betreuen, bis dass der Tod uns scheidet» – was kann das bedeuten, wenn der Partner sich mehr und mehr durch eine dementielle Erkrankung von seinem Umfeld zurückzieht? Wenn ich meinen Partner/meine Partnerin an die Krankheit verliere? Wenn ich kein Gegenüber im Alltag mehr habe? Solche Veränderungen lösen auch Angst und Unsicherheit aus – Suchen Sie sich Personen Ihres Vertrauens – sprechen Sie darüber, was mit Ihnen passiert – Die Spitex ist für Sie da. Unsere Gespräche werden alle vertraulich behandelt.

Achtung Brandgefahr

  • Streichhölzer und Kerzen verleiten dazu, angezündet zu werden
  • Auf dem Kochfeld sollte kein Material aufbewahrt werden
  • Um die Sicherheit zu gewährleisten, ist es möglicherweise zielführend, wenn der Kochherd vom Stromnetz genommen wird. Mikrowelle oder Wasserkocher stellen ab, wenn sie überhitzen oder Zeitschaltuhr.

Wie kommuniziere ich die Krankheit in meinem Umfeld?

Um den Druck von Ihnen zu nehmen, empfehlen wir eine transparente, frühzeitige Kommunikation innerhalb der Familie und des erweiternden sozialen Netzwerkes. Bei Verhaltensauffälligkeiten in der Öffentlichkeit (z. Bsp. unangemessenes Verhalten: verbale oder tätliche Aggression, sexuelle Äusserungen oder Handlungen) wird es Ihnen helfen, wenn Sie sich nicht immer wieder dafür rechtfertigen müssen.

Hilfreich ist immer auch der Austausch unter Betroffenen in einer Selbsthilfegruppe (Alzheimervereinigung).

Hilfsmittel – die Ihren Alltag erleichtern

  • Trinkbecher
  • Notfallknopf mit gekoppelter GPS-Funktion
  • Matratzenschutz
  • Lichtsensor
  • Handgriffe in Bad/WC
  • Inkontinenzmaterial
  • Sturzhosen mit Hüftprotektoren
  • Pflegebett
  • Nachtstuhl

Hilfsmittel kosten rasch viel Geld und werden vielleicht nur eine beschränkte Dauer genutzt. Demenz Erkrankte haben ein Anrecht auf eine Hilflosenentschädigung, unabhängig von Einkommen und Vermögen. 
Ergänzungsleistungen: Einkommens- und Vermögensabhängig: Beratung durch die Sozialversicherung.

Zusatzversicherungen übernehmen möglicherweise einen Teil der hauswirtschaftlichen Dienstleistungen.

Welche Massnahmen können bei einer Erkrankung eingesetzt werden?

Eine dementielle Erkrankung entwickelt sich chronisch und degenerativ. Eine Heilung ist zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich. Es gibt viele unterstützende Massnahmen, um die Erkrankung teilweise zu verlangsamen und die Lebensqualität zu erhalten.

  • Medikamentöse Einstellung
  • Ergotherapie
  • Physiotherapie

Hilfreich sind Tagesstrukturen, welche, wenn immer möglich situativ dem Erkrankten angepasst sind. Eine grosse Herausforderung an betreuende Angehörige, die viel Flexibilität von Ihnen abverlangt: Sie müssen diese Situation nicht allein meistern!

  • Besprechen Sie den Betreuungsplan innerhalb der Familie oder Ihrem erweiterten Umfeld, wer übernimmt was.
  • Fordern Sie frühzeitig Unterstützung durch die Spitex an – wir werden nicht nur den erkrankten Menschen pflegen und betreuen, wir werden auch Sie entlasten.

Wie erkenne ich meine persönlichen Grenzen?

Erbringen Sie tagtäglich grosse Leistungen bei der Betreuung von Angehörigen in deren eigenen vier Wänden, so kann sich diese permanente Belastung mit der Zeit negativ auf Ihre eigene Balance auswirken.

Einige Symptome, die Sie ernst nehmen sollten:

  • Schlafstörungen  Müdigkeit
  • Nicht mehr abschalten können
  • Vermehrter Konsum von Suchtmitteln
  • Stimmungsveränderungen: Apathisch – gereiztes Verhalten, Ungeduld

Sicherheit ist ein Aspekt, doch Lebensqualität ist noch mehr.

Erkrankte Personen haben oftmals einen grossen Bewegungsdrang, dadurch erhöht sich die Sturzgefahr

  • Geschlossene Schuhe und im Innenbereich «Antigliss-Socken»
  • Ein Notfallknopf (in den frühen Phasen der Erkrankung) gekoppelt mit GPS-Funktionen sind eine grosse Entlastung, wenn sich der Kranke von zu Hause entfernt und allenfalls den Heimweg nicht mehr findet.
  • Eine Alarmmatte vor dem Bett wird sie darüber informieren, wenn der Erkrankte in der Nacht aufsteht. Montierte Lichtsensoren helfen ihm dabei, sich zu orientieren
  • Fahrdienste/Taxiservice
  • Als geeignetes Hilfsmittel erachten wir Sturzhosen mit Hüftprotektoren (siehe Careproducts)
  • Stolperfallen, wie Teppiche oder rollende Möbel, sind für viele Menschen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen eine Gefahr.

Ein gestörter Tag-/Nachtrhythmus kann für Familienangehörige belastend werden.

  • Gönnen Sie sich bewusste Auszeiten.
  • Holen Sie sich rechtzeitig Hilfe.

Achtung Vergiftungsgefahr

  • «abgelaufene» Esswaren
  • Medikamente
  • Putzmittel
  • Alkohol

 

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